Andreian

 

Geburt und Abschied von Andreian Kohlmeyer

 

 

Die Geburt                                                

 

geboren : 17.10.2003 16. SSW

Als ich im Kreißsaal des Krankenhauses ankam, sollte ich gleich in den Ultraschallraum gehen. Ich sollte mich schon einmal auf die Liege legen und den Bauch freimachen. Noch war ich guter Hoffnung, daß sich die Die Freuenärtzin vielleicht geirrt hat. Dann kam auch schon die Ärztin nebst einer Hebamme.  Sie begrüßte mich und sagte sie würde sich das mal ganz genau anschauen und würde erst einmal noch nichts sagen. Als sie ganz genau geschaut hatte, nahm sie meine Hand und sagte: "Ihr Baby lebt leider nicht mehr!" Diesen Satz werde ich wohl niemals vergessen. Jedenfalls trösteten sie mich und die Ärztin meinte das ich bitte niemanden die Schuld für das Geschehene geben sollte, am wenigsten mir. Die Hebamme zeigte nochmal auf den US-Bildschirm, da sie da eine Bewegung gesehen hatte. Vielleicht doch noch ein kleiner Hoffnungsschimmer !? Aber nein, die Ärztin guckte nochmal hin und sagte nur, daß sich das Fruchtwasser schon etwas zurückgebildet hatte.Und mein Baby ca.14 tage schon Tot währe. Ich konnte den Schlag erst gar nicht fassen. War wie in Trance. Dennoch fragte ich die Ärztin wie es jetzt weitergehen sollte. Ich fragte ob jetzt ein Kaiserschnitt gemacht werden mußte. Sie verneinte und sagte es sei besser die Geburt auf normalem Wege einzuleiten. Schon alleine von körperlicher Hinsicht. In dem Moment dachte ich, wie soll ich das ertragen. Eine ganz normale Spontangeburt!? Im Nachhinein bin ich aber der Ärztin auch dankbar dafür. Ich habe jetzt das Gefühl das es besser war, das Baby mit eigener Kraft auf die Welt zu bringen und somit das Vertrauen in den eigenen Körper nicht zu zerstören. Außerdem habe ich jetzt keine Probleme mit der Verheilung von einer Kaiserschnittnarbe. Ich fragte nun die Ärztin, was geschehen sei. Vor zwei Wochen war doch noch alles in Ordnung beim Ultraschall bei ihr. Sie meinte das könne sie so nicht sagen. Vielleicht könne man etwas nach der Geburt sehen. Evtl. könnte man noch eine Obduktion machen. Außerdem sagte sie, wenn ich wollte, dann würde man noch heute die Geburt einleiten. Die meisten Frauen würden das gerne schnell hinter sich bringen. Ich hätte aber auch noch Zeit mir das zu überlegen.

 Ich fragte die Hebamme, ob denn sowas wie mir häufiger passiert. Sie verneinte und sagte, daß ihr Beruf dann wohl fast unerträglich wäre, wenn dies der Fall wäre und sie hätte den Beruf dann bestimmt nicht gewählt.  Meine Mutter rief ich auch noch an. Ich sagte ich wäre gerade im Krankenhaus und das Andreian nicht mehr lebt. Sie konnte es genauso wie ich gar nicht fassen. Ihr geliebtes Enkelkind war tot. Sie sagte sie komme sofort ins Krankenhaus gefahren.  Dann sollte ich ein Papier durchlesen und unterschreiben,   Als volker  in das Zimmer kam, wo ich mich gerade vor Erschöpfung durch den Schock hingelegt hatte. Er nahm mich sofort in den Arm und konnte es auch nicht glauben. ich erzählte ihm alles was bei der Untersuchung passiert war und daß sie evtl. heute schon die Geburt einleiten würden.  Wir redeten darüber, ob ich A nach der Geburt sehen sollte oder nicht. Meine Mutter meinte es wäre vielleicht besser nicht. Aber instinktiv wußte ich, daß ich es mir nie verzeihen könnte, wenn ich diesen einzigartigen Moment nicht genutzt hätte sie zu sehen. Wieder im Kreißsaal angelangt saßen wir noch eine Weile da.     Die Ärztin sagte, sie hätte das Gefühl, daß ich noch nicht soweit sei und sie gebe mir alle Zeit der Welt. Ich entschied mich so, daß ich noch eine Nacht im Krankenhaus verbringen wollte und konnte mich so noch in Ruhe von A in meinem Bauch verabschieden. Sie stach zur Vorbereitung schon eine Kanüle in meinen linken Arm, direkt hinter der Hand. Oh, das tat vielleicht weh. Ich hasse sowas. Sie meinte vielleicht bräuchte ich in der Nacht Beruhigungsmittel über die Kanüle.

Meine  Mutter verabschiedete sich und sagte, sie käme morgen wieder vorbei. Volker und meine Freundin Sabrina Lutzy  durfte über Nacht bei uns  bleiben. Ich hätte es alleine wohl nicht ertragen. Wir bekamen ein Einzelzimmer mit einem  Bett und 2 Stühlen  in der gynäkologischen Abteilung fernab, der Wöchnerinnenstation. Ich war so froh darüber, die glücklichen Mütter mit ihren Babys nicht sehen zu müssen. Ich hatte schon genug Schmerz in mir. Ich bekam ein Krankenhausnachthemd zum Überziehen. Ansonsten hatte meine Mutter schon meine fertige Tasche aus unserer geholt und mir gebracht, so konnte ich mich ein wenig frisch machen. Ich unterhielt mich noch ganz lange mit Volker und Sabrina und wir trösteten uns gegenseitig. Dann schliefen wir erschöpft ein. In der Nacht wachte ich ein paar mal wieder auf. Die Nachtschwester kam auch einmal und maß Fieber bei mir.  Sie redete ganz lieb mit mir und brachte mir ein Buch ins Zimmer. Es war das Buch "Gute Hoffnung - jähes Ende". Das Buch gefiel mir und ich laß eine ganze Weile darin. Man bekam auch Hinweise, wie man den Abschied von seinem Baby gestalten sollte und ich laß die Hinweise über Bestattung etc. Soviel Dinge über die man sich jetzt ganz plötzlich auseinandesetzten mußte. Wie sehr hätte ich gewünscht, daß es anders wäre.

(C) Anne Geddes

Die Geburt :                                   

Als Andreian  am 17.10.2003  auf die welt gekommen ist . War ich ein wenig erleichtert aber auch sehr unglücklich .

Die Hebamme fragte mich, ob ich sie sehen wolle. Ich sagte nein und mein Mann  Volker auch vor lauder Angst . Sie wollte den Namen wissen. Als ich sagte, sie heiße Andreian . 

Die Ärztin fragte ob wir jetzt immer noch eine Obduktion wollten. Wir verneinten. Wir wußten ja jetzt, daß der Grund ein offener Rücken und und behinderung war. Warum sollte man ihrem kleinen, zarten Körper noch soetwas antun. Nein, sie sollte ihren Frieden haben.  , da ja eine Taufe im Fall einer Totgeburt nicht mehr ginge. Wir waren einverstanden. Die Ärztin teilte uns noch mit, daß wir die Möglichkeit hätten sie in einem Sammelgrab . Wir sagten ja ,da ist unser kleiner Engel nicht alleine .Und der schmerz zu wissen das unser Engel nicht alleine ist .

Andreian´s  Berrdigung :

 

ES war ein schöner warmer Tag und wir müßten mit viel schmerz unseren kleinen Engel zu Grabe tragen . Ich dachte an diesen Tag die Welt geht zum 2 mal unter . Der gottesdienst wurde so liebevoll und schön gestallten . Ich und Volkder nahmen uns in die Arme und Weinten nur .Ich Fragte mich warum wir ????? Was habe ich getahn um soll einen schmerz zu bekommen . Als unser kleiner Engel in die Letzte ruhe getragen worden ist . Haben wir noch eine weile am Grab aufgehalten . Und uns verabschiedet mit Viel Schmerz .Jetzt bist du bei den Engel und wirst auf uns aufpassen .

 

 

 

in Liebe deine Mama Sabrina Papa Volker und dein  3 Geschwister