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Organisationen/Gruppen/Workshops

Organisationen

Fachstelle FpK - Fachstelle bei Fehlgeburt und perinatalem Kindstod, Info-Telefon 031 333 33 60, fachstellefpk@bluewin.ch  http://www.fpk.ch/

Verein zur Förderung einer professionellen Beratung und Begleitung bei Fehlgeburt und perinatalem Kindstod, Telefon 061 683 74 00, vfpk@bluewin.ch

Regenbogen Schweiz - Hier kann eine Ratgeber-Broschüre bezogen werden! Tel. 0848 085 085  http://www.verein-regenbogen.ch

    DAKRI - Begleitung in Trauer, Schmerz und Neuanfang Tel. 041 741 52 40 http://www.trauerseminare.ch

Promethea - Ein Licht im Dunkeln, Beate Weber-Seiboth, Seestrasse 74, 6442 Gersau, Telefon 041 4804150, Natel 079 669 3881, Email beate.weber@promethea.ch (Mo-Fr 8.00 - 10.00 und 21.00 - 23.00) http://www.promethea.ch

life with - wenn ein Geschwister stirbt www.lifewith.ch

 


Selbsthilfegruppen

 

Konstaktstellen für Eltern,
die ihre Kinder während der Schwangerschaft,
Geburt oder kurz nachher verloren haben.

 

Centres de contact pour des parents qui ont perdu leur enfant pendant la grossesse, l’accouchement ou peu après  

Bern* keine aktive Gruppe mehr infos unter Cornelia und Tom Graf, Zälgli 30, 3315 Bätterkinden , 032 / 665 19 82,  cony.tom.graf@bluewin.ch

Oberwallis* Benita & Christian Nellen, Ronalpstrasse 1, 3935 Bürchen, 027 / 934 30 67, E-Mail: nelke@rhone.ch

             St. Gallen*  Yvonne und Erich Bundi, Stanstr. 4, 9320 Arbon, 071 / 440 18 50

Thun* Agnes Lüthi, Finkenweg 11A, 3661 Uetendorf, 033 / 345 58 12

                                   Zürich* Roberta Cella: Tel. 079-250 05 23 oder 044-383 07 78 oder roberta.cella@bluewin.ch
Larissa Seeburger: larissa_seeburger@hotmail.com

  Rothrist* Peter & Susanne Rüegger, Geisshubelweg 68, 4852 Rothrist, 062 / 794 03 66

St.Galler Rheintal* Köppel Manuela  Birkenstr.35  9443 Widnau  071 722 27 27
E-Mail: engeltreff@bluewin.ch
 

 

In der Schweiz gibt es 18 Kontaktstellen die Selbsthilfegruppen vermitteln oder beim Aufbau von
Gruppen unterstützen. Die Geschäftsstelle ist in Basel, Koordination und
Förderung von Selbsthilfegruppen in der Schweiz
Adresse:
KOSCH Geschäftsstelle
Laufenstrasse 12
4053 Basel
kosch@selbsthilfegruppen.ch
Tel. 061 333 86 01
Die KOSCH bietet auch eine gesamtschweizerische Auskunftsnummer an: Tel 0848 810 814

 

 

Workshops/Kurse

Kurs für Frauen nach Kindsverlust

(Fehlgeburt, Totgeburt oder früher Tod des Kindes)

 

Rückbildungsturnen

Rückbildungsgymnastik für Frauen, die ihr Kind verloren haben

Ihre besondere Situation braucht eigenen, einfühlsamen Raum. Sie nehmen sich Zeit für sich selber und haben Gelegenheit zum Austausch mit anderen Betroffenen. Rückbildungsgymnastik, Atmungs- und Entspannungsübungen, Stärkung des Beckenbodens, Massage.
 

Dauer/Zeit
7 x 90 Minuten, jeweils Mi 19.00 - 20.30 Uhr.
Zweimal jährlich im Frühling und Herbst.
Beginn
Ca. 6 Wochen nach der Geburt
max. 6 Frauen
Kosten
CHF 250.-Daten 2007
10. Januar - 21. Februar
18. April - 30. Mai
www.hebammenpraxisdreieck.ch
 

 

Kurs für Frauen nach Kindsverlust

(Fehlgeburt, Totgeburt oder früher Tod des Kindes)

 

 

Körperübungen und Austausch

 

Nach einer Geburt (ob vaginal oder mit Kaiserschnitt) wird den Frauen empfohlen, einen "Rückbildungskurs" zu besuchen, um die Erfahrung von Schwangerschaft und Geburt zu integrieren und wieder zu einer gesunden Körperspannung zu kommen. Wenn das Kind noch in der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt stirbt, erfährt der Zyklus "Schwangerschaft, Geburt und Säuglingszeit" einen schmerzhaften Bruch. Dies betrifft alle Schichten im Erleben der Frau, ganz stark auch die körperliche Ebene, die in der Zeit der Trauer oft vernachlässigt wird.

In diesem speziellen Rückbildungskurs für Frauen, deren Kind gestorben ist, geben wir Raum für das Besondere dieser schwierigen Lebenssituation. Oft wird gerade in der körperlichen Erfahrung ein neuer Zugang gefunden zum "Hier sein", ein neuer Halt und Interesse am Leben. Sei es für das Weiterleben überhaupt, wie auch im Hinblick auf eine allfällige nächste Schwangerschaft ist es wesentlich, das Vertrauen in den Körper wieder zu erlangen, wieder Boden unter den Füssen zu finden.

 Inhalt:

·        Selbstwahrnehmung und Körperbewusstsein

·        Atmung, Haltung, Bewegung

·        Übungen für eine gesunde Körperspannung, bes. Beckenboden-, Rücken- und Bauchmuskulatur

·        Austausch mit andern betroffenen Frauen

 Ort:                  Raum für Bewegung und Körperarbeit, Bollwerk 35, 3011 Bern

Zeit:                 Dienstag 15.00-17.00 (8 mal 2 Std.)

Kosten:         Fr. 400.-  (Ermässigung auf Anfrage möglich)

Kursleiterin:     Marie-Christine Gassmann, Hebamme und betroffene Mutter

nächster Kurs:  13.3.07  / 20.3.07 /  3.4.07 / 10.4.07 / 24.4.07 / 8.5.07 / 15.5.07 /
                         22.5.07 / (Ausweichdatum 29.5.07)

  

Info. und Anmeldung: Marie-Christine Gassmann, Tel. 031 972 30 53

                                  E-mail: mariechristinegassmann@freesurf.ch                                                    

                                                                                                                                          

 

Trauerbegleitung

Im Leben werden wir immer wieder mit Verlusten konfrontiert. Der Verlust eines Kindes durch Abort, Fehlgeburt, Totgeburt, Tod während oder nach der Geburt zählt zu den schmerzlichsten Erfahrungen in unserem Leben. Die wenigsten Menschen lernen, mit Abschied, Verlust, Wut und Trauer umzugehen.

Um den Weg der Trauer zu erleichtern, gehen wir in der Einzelbegleitung, Paarbegleitung oder in der Kleingruppe gemeinsame Schritte. Es geht darum, Raum für Gefühle zu schaffen und diese auszudrücken. In einer verständnisvollen und unterstützenden Atmosphäre entdecken wir eigene kreative Möglichkeiten, der Trauer Worte, Farben, Formen und Töne zu geben. Mit mehr Verständnis und Geduld für sich selbst oder auch für den Partner wagen wir uns auf einen neu gestalteten Lebensweg.

Trauer braucht Raum und Zeit - Angebote - Einzelbegleitungen - Paarbegleitungen - Trauergruppen (4 Personen)

Information: Lea Christina Meier, Praxisgemeinschaft Sonnhalde, Sonnhaldenstrasse 14, 8032 Zürich, Telefon P 043 333 42 45, Telefon G 043 317 18 41, Natel 079 608 81 81
 

BEGLEITUNG 

Wenn eine Frau ihr Kind vor, während oder nach der Geburt verliert, kommt ihre Gefühlswelt – und diejenige ihres Partners – völlig durcheinander. Tiefe Empfindungen wie Trauer über den Verlust, Nicht-Verstehen, Schuldgefühle, Gefühl des Unvermögens und Versagens und weitere starke Emotionen bewegen die Betroffenen. Dazu kommt noch das Verhalten des Umfeldes, welches oft nicht so ist wie die Eltern sich das wünschen und wie es gut wäre für sie. 

Ich begleite Einzelpersonen und Paare auf ihrem Weg zur Verarbeitung ihres schmerzlichen Verlustes. In Gesprächen kann all das zu Wort kommen was wichtig ist – und es kann wenn nötig immer wieder besprochen werden. Wir haben Raum und Zeit für all die oben erwähnten Gefühle, Gedanken, Ängste und weiteres Wichtiges.

 Ich gebe Ihnen gerne weitere Informationen unter:

 Elisabeth Suter-Budliger, Psychologische Praxis ESB, Dorfplatz 3, 3110 Münsingen

Tel. 031 / 721 85 45, Fax: 031 / 721 84 74

esb-coaching@bluewin.ch

www.esb-coaching.ch

 

 

Therapie Trauer an der Universität Zürich

Annemarie Kleiber* kann sich noch sehr genau an den Tag erinnern, als zwei Polizisten an ihrer Haustüre standen, und sie baten, eintreten zu dürfen. Die Lehrerin war 36 alt, als sich ihr Leben plötzlich veränderte. Die Polizisten teilten ihr mit, dass Ihr Sohn von einem Tram erfasst worden war und von ihr überrollt wurde. Fünf Jahre sind seit dem tragischen Todesfall vergangen und vieles hat sich seither in ihrem Leben verändert. Sie trennte sich von ihrem Mann, nachdem sie keine gemeinsame Kommunikation mehr zueinander fanden. Seit drei Jahren ist sie nur noch bedingt arbeitsfähig, und aus der aktiven, lebensfrohen Frau, wurde eine zurückgezogen lebende Person, die Schwierigkeiten hat mit anderen in Kontakt zu treten. In der Wissenschaft bezeichnet man eine solche Verhaltensveränderung nach dem Tod einer nahe stehenden Person als komplizierte Trauer.

 

Der Tod einer nahe stehenden Person kann ein sehr schmerzhafter Prozess sein, der sich nicht selten in eine komplizierte Trauerform entwickeln kann. Besonders dann, wenn die Todesumstände unerwartet oder gewaltsam waren, Eltern ein Kind verloren haben, oder die verstorbene Person durch Suizid sich das Leben nahm, besteht ein grosses Risiko, dass Trauernde an lang andauernden, komplizierten Trauersymptomen leiden.

 

Aber was unterscheidet eine komplizierte Trauer von einer normalen Trauerreaktion?

Komplizierte Trauerreaktionen werden als ungewöhnlich verlängerte oder verzögerte Trauer definiert und unterscheiden sich von der normalen Trauer durch eine eigene Symptombildung, die sich von der Depression und posttraumatischen Belastungsstörung unterscheidet. Beispielsweise erlebt die Person ständig wiederkehrende Gedanken bezüglich der verstorbenen Person, d.h. sie denkt ständig an die Person, sehnt sich nach ihr oder erlebt die Todessituation in Form von Gedanken oder Alpträumen immer wieder. Gleichzeitig werden Personen, Gespräche, Aktivitäten, die mit dem Verstorbenen in Zusammenhang stehen, vermieden. Ein Verlust an sozialen Aktivitäten, Arbeit und Familie gehen häufig zusätzlich mit dieser Symptomatik einher.

Allerdings gibt es trotz dieser massiven psychischen Beeinträchtigung bisher kaum therapeutische Angebote für Menschen, die an diesen Symptomen leiden. Trauerinterventionen finden heutzutage vorwiegend in Form von Selbsthilfegruppen oder in einem caritativen Kontext statt, deren Wirkung umstritten ist und wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden konnte.

 

Die Universität Zürich, Abteilung für Psychopathologie und Klinische Interventionen unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker,  hat in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Konzept einer kognitiven Verhaltenstherapie entwickelt, welches sich speziell auf die besondere Symptomatik von Trauernden mit komplizierten Trauerreaktionen ausrichtet.

Im Verlaufe der Behandlung werden beispielsweise für Trauernde typische Schuldgefühle bearbeitet und die Kommunikations- und Bewältigungsformen innerhalb einer Beziehung bzw. zur Familie werden thematisiert und hinterfragt. Traumatische Erinnerungen, die mit dem Tod in Zusammenhang stehen, werden unter therapeutischer Begleitung noch einmal hervorgerufen und innerhalb des geschützten therapeutischen Settings nacherlebt. Aber auch die Bindung zu der verstorbenen Person ist ein fester Bestandteil der Therapie. Fragen, wie beispielsweise: „Was haben Sie von Ihrem Mann übernommen, was Sie ohne ihn heute nicht tun würden? Mit welchen Ritualen gedenken Sie Ihrem Mann?“ dienen dazu, der verstorbenen Person einen festen Rahmen im Leben der Trauernden zu geben. Die Patienten werden anhand von Übungen und Hausaufgaben sowohl angeregt wieder zu einem regelmässigen Alltagsrhythmus mit regelmässigen Essens- und Schlafzeiten zu gelangen, als auch soziale Aktivitäten wieder aufzunehmen. Diese Form der Behandlung wird sowohl als normale Therapie, als auch als internet-basierte Therapie angeboten, was besonders für Menschen interessant ist, die nicht in der Nähe von unserer Praxisstelle wohnen.

 

Patienten, die sich für diese Therapie interessieren, können sich mit Dr. Birgit Wagner oder Dr. Simon Forstmeier, Abt. Psychopathologie und Klinische Interventionen, Tel. 044-6357309 oder b.wagner@psychologie.unizh.ch für weitere Informationen in Verbindung setzen.

 

* Name geändert