Joelle

 

 

 

Joelle

Zum Gedenken an unsere kleine Tochter Joelle

 Brief an Joelle

 Sonntag, 19. Juni, 2005, 19:46 Uhr

 Liebe Joelle

 

Ich komme gerade vom Unispital. Ich wollte Dich unbedingt nochmals sehen. Heute morgen wusste ich noch nicht ob ich komme soll oder nicht. Ich hatte Angst, dass Du bleich aussiehst, da Du ja seit gestern Nachmittag in einem kühlen Raum bist. Ich wollte das Bild von gestern, meine letzte Erinnerung an Dich, nicht zerstören. Also habe ich im Krankenhaus angerufen und die Frau am Telefon hat gesagt, Du siehst rosa aus, eher rot und liegst da als ob Du schläfst. Also bin ich gekommen.

 Ich hatte Blumen dabei und eine Gedenkanzeige für das Aerzte- und Hebammen Team das uns die letzten Tage so gut betreut und beigestanden hat. Als ich da sass im Warteraum und wartete bis ich Dich nochmals sehen konnte kamen mir die Tränen.

 Dann wurde ich abgeholt und in einen Raum geführt wo Du friedlich in dem Körbchen lagst, in dem Du auch gestern schon gelegen hast. Nur dieses mal hattest Du nebst den hübschen Tüchern und Rosenblüten einen kleinen Eisbären bei Dir. Nicht die kleine flauschige gelbe Ente von gestern, die ich als Erinnerung an Dich mit nach Hause genommen habe.

 Zuerst musste ich wieder weinen. Ich habe Dich angeschaut und berührt. Deine Haut fühlte sich immer noch weich an und Du warst auch nicht kalt (nicht kälter als gestern). Du bist auch immer noch genau so dagelegen wie gestern. Mit Deinen süssen kleinen Füsschen und Zehen (Deinen Fussabdruck den ich gestern von Dir gemacht habe hat Papi heute übrigens auf die Gedenkanzeige gedruckt), Deinen kleinen Fingerchen an denen bereits die Fingernägel gewachsen sind, der kleine Popo (den ich heute und gestern wohl mehr als ein dutzend mal abgeküsst habe), Dein Köpfchen mit den Häärchen dran, Dein Bauch, die Beine.... einfach alles war schon da, aber einfach noch sehr klein. Als Du zur Welt kamst letzten Freitag, am 17. Juni um 06:17 Uhr wogst Du 460 g und warst 28 cm lang. Ein kleines Baby, meine kleine Joelle halt.

 Was man nicht sehen konnte war, dass Dein kleines Herz nicht funktioniert hat. Es hat wohl in Mamis Bauch gepocht (dies hat man schon beim ersten Ultraschall gut erkennen können, da warst Du gerade 2.5 cm gross), aber nach der Geburt hätte es aufgehört zu schlagen. Die Lungen wären nicht mit Sauerstoff gefüllt worden, zwischen den beiden Herzklappen hatte es ein grosses Loch. Eine sehr komplexe Operation wäre nötig gewesen um Dein Leben zu retten. 

Was man sah, aber auf den ersten Blick nicht auffiel (obwohl Dein Papi und ich zuerst grosse Angst hatten wie Du aussehen wirst) war, die doppelte Gaumenspalte. Eine Frau einer Beratungsstelle der ich meine Aengste letzte Woche anvertraute habe sagte zu mir: „Haben Sie keine Angst.  Sie werden das schöne an Ihrem Kind schon sehen“. Und sie hatte Recht! Trotzdem: auch dafür hättest Du nach Deiner Geburt mehrere Operationen über Dich ergehen lassen müssen bis mindestens 18 Jahre.

 Das war aber noch nicht genug: der Arzt am Unispital, der Dich am Montag nochmals mittels Ultraschall untersucht hat, hat gemeint: er hat grosse Sorge (seine Worte), dass noch weitere Organe nicht funktionieren. Um Gewissheit zu haben müsste er aber noch weitere Tests machen (zum Beispiel ob Deine Sehorgane funktionieren – „Wie bitte? Wollen Sie damit sagen, dass Joelle zusätzlich noch blind sein könnte?“), die Ergebnisse bekämen wir aber erst in 2-3 Wochen. Leider sei die Zeit dafür aber zu knapp, da Du dann bereits lebensfähig wärst.

 Dein Vater und ich hatten Zeit bis zum nächsten Tag um uns zu entscheiden. Die Schwangerschaft abzubrechen und damit Dein Leben zu beenden, oder bis zum 8. Oktober abzuwarten und Dich dann einem Leben auszusetzen das vom ersten Tag geprägt gewesen wäre von Operationen, Leid und Schmerz.

 Dein Vater und ich fuhren nach Hause und mussten nichts besprechen. Wir schauten uns an und weinten. Wir hatten das ganze Wochenende Zeit um uns darüber Gedanken zu machen. Nachdem uns der Frauenarzt am Freitagmorgen beim Ultraschall sagen musste: „leider stimmt etwas mit diesem Herz nicht“, „leider sieht das auch nicht gut aus mit dem Gaumen“, „Sie haben sehr viel Fruchtwasser“, „das Kind bewegt sich ausserordentlich heftig“, „ich muss Sie leider an Fachärzte ans Unispital überweisen“. 

Und dabei hatte alles so schön begonnen: am 9. Oktober 2004 heiraten Dein Vater und ich. Unser Wunsch eine Familie zu gründen ist ausgeprägt. Und schon nach kurzer Zeit, im März 2005, erfahren wir, dass wir Eltern werden. Die Freude ist riesengross! Der enge Familienkreis wird informiert (man soll ja vor Ende 3. Monat noch nicht alle darüber informieren, weil „die Wahrscheinlichkeit liegt bei 10% das Kind noch zu verlieren“) und Gotti und Götti. Die Zukunft wird ausgemalt: alles rosarot und wir schweben auf Wolken! Wir können unser Glück kaum fassen.

 Dann in der 12. Schwangerschaftswoche der erste Schlag: in der Ultraschalluntersuchung wird festgestellt, dass Du eine zu dicke Nackenfalte hast (über 2.5mm) welche darauf hindeutet, dass ein Risiko besteht, dass Du das Downsyndrom hast. „Sie können eine Risikoanalyse machen welche aber nur anzeigt wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist. Die Analyse ergibt keine klare Aussage. Ueberlegen Sie es sich gut!“. Ich muss nicht überlegen. Ich will es wissen!  

Am nächsten Montag wissen wir es: „Risikofaktor 1:100“ (das ist erhöhtes Risiko). Jetzt will ich es sowieso wissen und in der 15. Schwangerschaftswoche wird ein Fruchtwassertest gemacht. Nach 3 Tagen bangen die freudige Nachricht: „die Chromosomen Ihres Kindes sind normal, alles in Ordnung“. Hurra, alles wird gut! Wir sind glücklich und dankbar! Jetzt können wir endlich alle an unserer Freude teilhaben lassen. Den Arbeitgeber, Freunde und so weiter. Dein Vater erzählt es überall herum, auch denen, die es vermutlich gar nicht wissen wollten... er ist so glücklich uns stolz Papi zu werden (und dies sogar wie von ihm erhofft vor seinem 40. Geburtstag).

 Wir wissen auch, dass es ein Mädchen gibt. Und schon bald ist klar welchen Namen wir für Dich ausgesucht haben: „Joelle“! Dein Papi und ich sind uns einig: ein schöner Name für unser Kind! Die Babykleider die ich von Deinem Gotti (meiner Schwester) bekommen habe werden gewaschen und sortiert, der Stubenwagen (indem schon Dein Omi drin lag) aus dem Keller geholt, der Wickeltisch, Omi und Opi bringen ein Kinderbett vorbei, die Holzspielsachen werden ausgepackt und die Plüschtiere... Auch ist bereits ein Krippenplatz für Dich organisiert, Dein Papi wird 1 Tag in der Woche auf Dich aufpassen und die restlichen 2 Tage ich. Wir haben bereits die Geburtsabteilung im Kantonsspital Baden gesehen und uns für einen Geburtsvorbereitungskurs angemeldet der im August beginnt. Alles ist organisiert und bereit für Dich! Du kannst kommen!

 Leider ist alles ganz anders gekommen als wir uns das vorgestellt haben. Unser Traum von einer rosigen Zukunft und einer glücklichen Familie hat ein aprupt zähes Ende genommen.

 Letzten Donnerstag sind wir ins Krankenhause gefahren. Du wurdest im Bauch von mir getauft als Du noch gelebt hast (dies haben wir mit eigenen Augen gesehen, als die Aerztin kurz nachher mittels Ultraschall geschaut hat wo Dein Kopf liegt). Das war uns sehr wichtig, denn wir wollten, dass Du offiziell einen Namen hast. Dann wurden mir weheneinleitende Tabletten gegeben. Die Wirkung kam prompt. Nach 3 Stunden bekam ich ein PDA damit ich keine Schmerzen mehr hatte. Ich lag da ohne Gefühl in der Bauchgegend und den Beinen. Wusste nicht, was auf mich zukam. Glücklicherweise wurden wir sehr gut betreut vom Aerzte- und Hebammenteam. Dann, am nächsten morgen um 05:00 Uhr sagte die Hebamme zu mir: „es ist soweit, es kann los gehen“. Ich fange an zu weinen. Ich habe Angst. Was kommt da auf mich zu? Lebst Du noch wenn ich Dich zum ersten mal sehe? Bist Du schon tot? Wie wirst Du aussehen? Will ich Dich überhaupt sehen? Wie werde ich reagieren? Es ist alles so schlimm! Lass mich bitte aufwachen und das war alles nur ein böser Traum!

 Kurze Zeit später warst Du da. Du hast nicht mehr gelebt. Die starken Wehenmittel waren zuviel für Dein kleines Herz. Papi sagt: „es ist nicht schlimm (die Gaumenspalte war auf den ersten Blick kaum zu sehen vor der wir solche Angst hatten), Du kannst sie ansehen“. „Wollen Sie sie sehen?“ fragt die Hebamme. „Ja!“ (ich musste nicht überlegen). Du wirst mir in einem warmen Tuch auf den Bauch gelegt. Die Situation die ich mir die 3 Tage vorher noch so tragisch vorgestellt hatte, kam mir auf einmal gar nicht dramatisch vor. Du lagst da, ruhig, als ob Du schliefst. Ich habe meine Hand über Dich gehalten um Dich zu beschützen und Dich angeschaut. Du warst so hübsch! Meine kleine Joelle!! Ich konnte Dich nicht genug anschauen und berühren. Du warst noch warm von Mamis Bauch und hattest eine gesunde rosa Farbe. Nur Deine Augen waren zu und Du hast nicht geschriehen. Es war ein friedlicher ruhiger Augenblick.

 Nachdem ich in ein anderes Zimmer verlegt wurde und die Aerzte Dich angeschaut hatten (obwohl Papi und ich gesagt haben, dass sie Dich ja nicht „autopsieren“ sollen, habe ich festgestellt, dass an Deinem kleinen Körper an Oberschenkel und Fuss je ein kleiner Hautfetzen gefehlt hat) wurdest Du mir in einem kleinen Körpchen,  eingebettet in gelben und blauen Windeltüchern, Rosenblättern und der kleinen flauschigen Plüschente ins Zimmer gebracht.

 Jetzt konnte ich endlich auch meine Beine wieder spüren und hatte die Möglichkeit Dich von allen Seiten anzuschauen, zu berühren und zu küssen. Ich konnte nicht genug von Dir bekommen. Du konntest die ganze Zeit bei mir im Zimmer sein in dem Körbchen.

 Am Nachmittag kamen Dich Freundinnen von mir besuchen und kennenlernen, sowie Deine Omi und Dein Gotti. In einem schönen Ritual wurde Dir der Segen ausgesprochen und Du bekamst eine Taufkerze.

In der Nacht auf Samstag, 18. Juni (meinem Geburtstag) hatte ich ausgiebig Ruhe und Zeit mich ausschliesslich Dir zu widmen (Papi ist nach Hause gegangen zum schlafen). Ich habe viel mit Dir geredet, Dich berührt, angeschaut und viel geweint. Aber es war schön Dich bei mir zu haben. Die letzten Wochen habe ich mir immer vorgestellt wie Du wohl aussiehst. Jetzt warst Du da: real! Die Stubsnase und die Denkerstirn ganz klar von Deinem Papi! Ein kleiner Mensch. Meine kleine Joelle lag in dem kleinen Körbchen neben mir!

 Am Samstag kamen dann die nächsten Tränen: es hiess Abschied nehmen von Dir! Papi hat alles in die Wege geleitet damit Du am nächsten Mittwoch eine schöne Bestattung bekommst im Gemeinschaftsgrab für die ganz Kleinen im Friedhof Nordheim. Am Dienstag wirst Du kremiert. Bis dahin habe ich noch die Möglichkeit Dich zu besuchen.

 Diese Möglichkeit habe ich heute wahr genommen. Nachdem ich gestern zuhause auf einem Tisch alle Erinnerungsstücke an Dich aufgelegt habe (Gedicht von der Taufe, Fotos welche die Hebammen gemacht haben von Dir, Ultraschallbilder, Taufschein, Plüschhaase- und Ente etc), eine Kerze angezündet habe und weinend zusammen mit Papi eingeschlafen bin.  

Jetzt bin ich wieder zuhause und schreibe Dir diesen Brief. Die zwei Stunden die ich heute mit Dir verbringen durfte waren so enorm wichtig und überaus wertvoll für mich! Ich habe Dich nochmals von allen Seiten fotografiert, angeschaut,  berührt, mit Dir „genäselt“, die Stirn an Deine gehalten, Dich überall geküsst, mit Dir geredet, mit Dir gelacht und geweint. Ich habe eine solche Nähe gespürt. Du bist ein Teil von mir und wirst immer ein Teil von mir bleiben. Egal wo Du bist! Du bist bei mir. Auch jetzt. Ich spüre das ganz stark!

 Das hat mir geholfen Dich heute mit einer inneren Ruhe und Zufriedenheit in Deinem Körbchen mit dem kleinen Eisbären der Hebamme wieder abzugeben. Ich habe Abschied von Dir genommen! Und ich bin nach Hause gefahren mit der inneren Kraft weiter zu leben. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr. Ich weiss ich bin nicht alleine und irgendwann werden wir uns wiedersehen!

 Liebe kleine Joelle, ich bin Dir so überaus dankbar, dass Du in mein Leben gekommen bist. Wenn auch nur für eine viel zu kurze Zeit. Du hast mir viel gegeben und es bereichert!

 Ich liebe Dich, für immer! Deine Mami

 An dieser Stelle herzlichen Dank an meinen Mann Yves, meine Familie, meine Freundinnen und allen die mich in den letzten Tagen so unterstützt haben und mir Mut und Kraft gegeben haben. Ich weiss, dass ich noch viele schwere Momente und Stunden vor mir habe. Aber auch diese werde ich meistern, mit der Gewissheit nicht alleine zu sein hier auf dieser Welt, in diesem Leben.  

 

Dienstag, den 28. Juni 2005

 

Liebe kleine Joelle, geliebte Tochter

 

Am 17. Juni 2005 bist du tot auf diese Welt gekommen. Deine Mami Jasmin hat dir einen wunderschönen Brief geschrieben, der auch meine Gedanken und Gefühle einschliesst. Unmittelbar nach deiner Geburt konnte ich noch keine sinnvollen Worte finden; keine Worte, die ich an dich gerichtet hätte. Das ist deshalb die erste stille, schriftliche Unterhaltung mit dir, mein kleiner Schatz.

 

Ich danke „allem was ist“ (so nenne ich Gott), dass wir dich bei uns haben durften, während der Schwangerschaft und während der Stunden nach deiner Stillgeburt. Du hast mein Leben bereichert und du hast mich glücklich gemacht, ohne auf dieser Erde je einen Atemzug zu machen. Du bereicherst mein Leben weiterhin, und du wirst mein Leben lang zu meinem Glück beitragen. Ich muss weinen, wenn ich das schreibe. Denn neben der Freude und dem Glücklichsein bescherst du mir jetzt auch unsäglichen Schmerz, Trauer und eine bedrückende Leere, die mit dieser Hiflosigkeit einher geht, welche den Tod begleitet.

 

In der Nacht nach deiner Stillgeburt habe ich geklagt. Ich habe mit Gott und dem Schicksal gehadert. Ich habe gefragt, wie meine kleine Joelle, der Inbegriff von Liebe, Licht und Freude denn nur zum Gegenstand solch abgrundtiefer Trauer, von Dunkelheit und Ohnmacht werden könne. Ich bat um einen Sinn, um eine Erklärung für die Kürze deines Daseins und für unser Leiden. Und obwohl ich mir in der Zwischenzeit Gründe und Sinn-Ansätze zurechtgelegt habe, denke ich, dass ich vor meinem eigenen Tod darauf keine befriedigenden Antworten erhalten werde.

 

Am meisten Trost empfinde ich, wenn ich mich frei von Gedanken mit meinem Herzen auf dich, mein kleines Schätzchen, konzentriere. Dann spüre ich nichts als Liebe, und ich habe die Gewissheit, dass alles gut ist. Weiter hilft mir die Vorstellung, dass deine Seele sich diese Erfahrung ausgesucht hat, auf dem Weg zur nächsten Aufgabe, genauso wie dies die Seelen von deinem Mami und mir auch getan haben.

 

Dein Götti Patrizio hat bei deiner Beerdigung etwas sehr tröstliches gesagt. Du hättest es gut, und du hättest es gut gehabt, denn sonst hättest du dir nicht uns als Eltern ausgesucht. Das will ich glauben. Und Roger hat mir geschrieben, dass er einen Regenbogen sehe und daran denke, dass du als Schutzengel über uns wachst. Neben dem Trost, bedeutet dies auch, dass du unter uns bist, immer unter uns weilen wirst. Auch daran glaube ich.

 

Die Solidarität und Anteilnahme, die dein Mami und ich von unserer Familie, den Freunden und Bekannten erleben ist wunderschön. Sie stärkt auf wunderbare Art und Weise den Glauben an die Liebe und an das Leben. Das Leben und die Liebe werden in ein anderes Licht gerückt, sie werden kostbarer, und ich werde mir ihrer Zerbrechlichkeit bewusster. Sehe ich Paare mit kleinen Kindern denke ich mir, welch ein Glück sie haben, wie glücklich sie sein müssen. Und oftmals ringe ich mit meiner Fassung, denn alles in mir schreit dann manchmal „ich will auch!“ Ich vermisse dich sehr.

 

Dein Mami und ich lieben uns sehr. Und beide haben wir unsere ganz eigene Art der Trauer und der Bewältigung des Lebens in dieser schweren Zeit. Wenn ich „alles was ist“ um eins bitte, dann ist es, dass wir jeder für sich und vor allem gemeinsam gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen. Nun, da dies ausgesprochen ist, sagt mir mein Herz, dass es so sein wird.

 

Dir geht es gut, geliebte kleine Tochter, das spüre ich ganz fest. Und ich wünsche dir, dass das auf immer so bleibt. Ich werde dich mein Leben lang im Herzen tragen und dich lieben, wie man seine erstgeborene Tochter liebt. Es wird noch lang weh tun, dass wir dich so früh gehen lassen mussten. Doch ich akzeptiere den Weg deiner Seele. Und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass wir uns dereinst innig umarmen können, und dass wir alle verstehen.

 

Mit aller Liebe

Dein Papi, Yves