Claudia

 

Erlebnis von Claudia

Wir heirateten 1997. Auch Kinder setzten wir auf unsere gemeinsame Wunschliste. Im Oktober gingen wir auf unsere Hochzeitsreise in die Staaten. Als wir nach 4 Wochen wieder nach Hause kamen und meine Mens überfällig war, freuten wir uns und ich machte einen Schwangerschaftstest. Dieser war jedoch negativ. Ich wartete noch ein paar Tage, doch es passierte nichts. Also ging ich zum FA und machte nochmals einen Test. POSITIV! Wow, wie den dass? Freudig ging ich nach hause und wartete bis mein Mann kam und ich ihm das freudige Ereigniss erzählen konnte. Wir freuten uns jedoch zu früh. Bereits am nächsten Morgen bekam ich Blutungen und aus unsere Hoffnung wurde leider Trauer. Ich verlor unser Baby in der 8. Ssw.
Zwei Jahre vergingen. Wir übten und übten. Leider jede Mengen von Entäuschungen. Wieder verbrachten wir 10 Tage in Florida und besuchten beinahe jeden Vergnügungspark. Ich lachte noch und sagte: bei dem rauf und runter und gehopsel kann man ja nicht schwanger werden........! Doch, kann man. Wir verloren es aber auch wieder in der 8. Ssw.
Auf mein drängen hin wurde ich in eine Spezialklinik für Kinderlosigkeit angemeldet. Und siehe da, ich hatte eine Zyste auf dem Eierstock, die nicht fördernd für eine Schwangerschaft ist. Mein Zyklus wurde auch untersucht mit dem Ergebniss, dass ich ohne Hormonbehandlung nicht Schwanger werden kann.............
Ich lehnte jedoch eine Behandlung ab, liess mir jedoch mittels Bauchspiegelung die Zyste entfernen.
 
Mein Mann und ich planten eine Zukunft ohne Kinder, mit tollen Reisen um den Globus und ein nettes Zuhause. Wir buchten gerade Ferien nach Kanada und USA als wir begriffen wirklich Schwanger zu sein. Wir flogen mit unserem Bauchbewohner in der 11. Woche nach Kanada. Wieder zurück ging es uns prima und bis ich das kleine im Bauch gespürt habe glaubte ich eh nicht daran, dass es klappen könnte. Nach einer happigen Geburt am 22.11.01 lächelte uns ein hübsches Mädchen an. Kerngesund 53cm und 4400gr. schwer. Wir schwebten auf Wolke sieben. Da wir glaubten, dass es ein Lottotreffer sei, haben wir nicht mehr verhütet. Aber wie es so ist sind leider noch zwei Sternenkinder gefolgt. Eins im Februar'03 16.Ssw. und eins im November'03 10. Ssw. Ich dachte ich werde verrückt.
Ich bekam vom FA Serophene, dass der Eisprung ausgelöst wird. Wieder ging ich mit meiner Temperaturkurve zum FA und er meinte nur diesen Monat sei eh nix und er verschrieb mir wieder Serophene. Ich fragte ihn ob es vielleicht wieder eine Zyste gäbe und ob es sinnvoll sei mich wiederum bei der Spezialklinik anzumelden. Da meinte er: wenn sie wieder mal verzeifelt sind schaunen sie ihr "härziges Töchterli" an. Nicht zu fassen. Wortlos und wie gelähmt verlies ich die Praxis, fuhr nach Hause und meldete mich bei einer FAerztin an. Mal schauen ob sie auch derselben Meinung ist.
 
AAAber moment mal, zwei Wochen später machte ich einen Test, da ich überfällig war und siehe da, ich war Schwanger. Der Termin bei der Aerztin lies ich so, denn an dem Datum wäre ich in der 10. SSw. In der 5. SSw bekam ich jedoch Blutungen und ich für Notfallmässig zu ihr. Sie bemühte sich sehr und machte mir nicht irgendwelchen grossen Hoffnungen, sagte aber auch nicht das es nicht gut kommt. Ich fühlte mich von ihr verstanden und in guten Händen.
 
Am 6.11.04 durften wir unser zweites Mädchen in die Arme schliessen. Auch wieder gesund 49cm und "nur" 2965gr. schwer. Ich hatte in der ersten Schwangerschaft wohl Zucker, aber mein ach so guter FA hatte dies nie kontrolliert oder im nachhinein untersucht...!
 
Und nun 9 1/2 Monate nach unserer zweiten Tochter kündet sich ohne etwas unser dritter Bauchbewohner an. Ist das nicht toll?? Nach einer Zeit aus Hoch und Tiefs einfach so. Wir freuen uns riesig und haben natürlich auch ein schönes Plätzchen bereit. Aber nach unserem dritten Baby sind wir vollzählig. Ich hatte immer meine bedenken für ein drittes Baby. Ich wollte eins aber in meinem innern speilte sich immer dieser Film von den Fehlgeburten ab. Nun bin ich in der 16. Woche und glaube langsam aber sicher auch an ein happy end.
 
Ich denke jeden Tag an unsere * * * * Engelskinder und hoffe, dass es euch gut geht. Ich bin sicher, dass ihr eure Flügel um unsere zwei Mädchen, eure Geschwister legt.
 
 
Ich grüsse euch alle Engelmamas und Engelpapas und hoffe, dass auch ihr ein habby end bekommt.