Lisa

 

Eine kleine Geschichte für ein grosses Wunder, das nie Wirklichkeit wurde

Ich habe beschlossen unsere Geschichte noch einmal im Detail aufzuschreiben, in der Hoffnung das Ganze besser verarbeiten zu können.

Mitte Januar 2000 konnte ich es kaum fassen. Ueberglücklich und fassungslos sah ich zwei blaue Striche. Der Schwangerschaftstest war wirklich positiv !!! Erst vor knapp 3 Monaten hatten wir uns entschlossen eine Familie zu gründen. Immer den Gedanken im Hinterkopf, dass es ja nicht gleich klappen würde. Damit hatten wir nicht gerechnet. Konnten Wünsche wirklich so schnell in Erfüllung gehen? Die Freude die ich empfand war unbeschreiblich. Klar, auch andere Gefühle und Gedanken kamen zum Vorschein. Fragen wie: "Wird alles gut kommen? Werden wir es finanziell schaffen? Wird das Kind gesund sein?" gehörten von diesem Tag an zu meinem Alltag.

Am gleichen Tag kaufte ich ein Paar kleine Kinderschuhe, um diese meinem Mann, Marcel, zu schenken. Ich wollte ihm nicht einfach nur sagen, dass wir ab September eine Familie sein würden.

Die Zeit verstrich unendlich langsam. Wieso war er ausgerechnet heute wieder so spät? Aber dann, endlich war er da. Stolz überreichte ich ihm sein Geschenk. Wahrscheinlich hatte er den Link mit dem weissen Plastikding und den zwei blauen Streifen nicht ganz begriffen. Er sah mich verständnislos an und sagte: " Diese Schuhe passen mir bestimmt nicht!" Auch für ihn war die Ueberraschung etwas kurzfristig. Doch von der ersten Sekunde an waren wir uns einig: Es war keine Selbstverständlichkeit, es war ein kleines (grosses) Wunder.

In den folgenden Tagen und Wochen wurde mein Zustand eindeutig bestätigt. Eine bleierne Müdigkeit überkam mich und mein Magen spielte verrückt. Fast jeden Mittag schlief ich auf der Bank im Aufenthaltsraum der Praxis und meine Magennerven machten sich gegen Abend bemerkbar. Komisch, alle Leute erzählten mir bis dahin, es sei den Frauen immer morgens schlecht. Aber ich hielt mich am Gedanken fest, dass es dem Baby, je mehr mir übel war, besser ging.

Trotz der Schwangerschaft ging ich noch regelmässig ins Krafttraining, um etwas für meine Figur zu tun. Eines Abends war mir danach unheimlich schlecht und ich spürte ein merkwürdiges Ziehen im Unterbauch – tatsächlich: ich blutete!!! Für mich brach die ganze Welt zusammen, ich konnte es nicht glauben. Musste ich auch zu diesen unglückligen Zufällen gehören? Würde ich mein Kind nach so kurzer Zeit schon wieder verlieren? Es liess mir keine Ruhe. Ich war froh als ich am nächsten Morgen im Behandlungszimmer meines Arztes sass. Dieser machte somit den ersten Ultraschall. Man sah ein kleines Pünktchen hüpfen und er sagte mir, dass im Moment alles in Ordnung sei. Von diesem Tag an hatte unser Kind einen Namen: Pünktli.

Seit diesem Ereignis war alles anders. Die Angst mein Kind zu verlieren sass mir ständig im Nacken und auch Marcel holte mich öfters von meinen Euphorien herunter, indem er mich immer darauf hinwies, mich nicht zu früh zu freuen, die kritischen drei Monate seien noch nicht vorbei. Meine Gefühle waren ein ziemliches Durcheinander: Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt, wäre warscheinlich keine schlechte Beschreibung. Aber auch das galt als normal. Jedenfalls freuten wir uns jeden Tag mehr auf unseren Schützling. Inzwischen hatten wir es auch unserern Familien und den engsten Bekannten mitgeteilt und wir hatten von keiner Seite auch nur eine Andeutung des Zweifels, das wir es nicht schaffen könnten oder es zu früh sei. Also, alles in bester Ordnung.

Ein weiterer Meilenstein: Der erste reguläre Ultraschalltermin. Die drei Monate waren geschafft!!! Unruhig sassen mein Mann und ich im Wartezimmer, ein komisches Gefühl. Alle bisherigen Resultate: Hämoglobin, Urin, Gewicht waren normal.

Der Arzt kam und wir konnten ins Sprechzimmer gehen. Das Ultraschallbild, besonders für Marcel ein grosses Ereignis. Endlich konnte auch er sein Nachkomme betrachten. Die ausführlichen Erklärungen des Arztes halfen uns unser Kind von der richtigen Seite zu betrachten. Wir fanden zwar beide, dass es einem Teddybären ähnlich sah, aber wir waren unheimlich stolz. 4cm lang und alles schon vollständig ... ein Wunder. Als uns der Arzt sagte, die Zellteilung sei jetzt beendet und es könne nicht mehr viel passieren, waren wir überaus beruhigt. Wir haben uns auch gegen eine Fruchtwasserpunktion entschieden, da wir beide zuversichtlich auf ein gesundes Kind waren, ich erst 28 Jahre alt bin, die häufigsten Behinderungen vor, nach oder während der Geburt stattfinden und es für uns keine Konsequenzen gehabt hätte. Auch ein behindertes Kind wäre unser Kind.

Es folgte eine unbeschwerte Zeit. Mir ging es gut (es war mir auch nicht mehr schlecht). Mein Bauch wuchs und wir freuten uns nach wie vor unheimlich. Ich versuchte sogar mit dem Stetoskop die Herztöne zu hören, aber wahrscheinlich waren es meine Magen- Darmgeräusche, aber ich war glücklich. Bei der nächsten Kontrolle beim Arzt war alles bestens. Das Baby bewegte sich heftig und stiess immer wieder gegen das Stetoskop. Ein sehr aktives Kind! Die Freude die man empfindet, einfach unbeschreiblich.

Leider konnte Marcel am 26. April 00 nicht zum Ultraschall mitkommen, da er seit zwei Wochen im Militärdienst war. Für mich eine sehr schwere Zeit, da ich nicht gerne alleine bin und meinen Mann vom ersten Tag an vermisste. Also machte ich mich alleine auf den Weg. In der Zwischenzeit war mein Kind schon recht gross geworden. Meine Hosen passten nicht mehr und wir hatten am letzten Samstag voller Stolz meine ersten Umstandshosen gekauft. Auf dem Bild konnte man alles gut erkennen. Winzige Händchen und Füsschen, ein starkes Herz, einfach wunderbar. Aber unserem "Pünktli" passte es gar nicht gestört zu werden, zappelte die ganze Zeit, so dass es dem Arzt unmöglich war den Kopfumfang zu messen, da es so tief in meinem Becken lag. Beim nächsten Mal sehen wir sicher mehr. Zufrieden und beruhigt verliess ich auch damals die Praxis. Am Abend rief mich Marcel an und ich erzählte ihm es sei alles in Ordnung, unser Kind sei genügend gross und soweit man beurteilen konnte ging es ihm gut. Am Samstag präsentierte ich ihm das tolle Ultraschallbild und wir waren wieder einen grossen Schritt unserem Ziel näher. Immerhin die Hälfte hatten wir hinter uns.

Aber die unbeschwerte Zeit sollte bald vorüber sein. Eine Woche später, Donnerstag, 4.5.00 klingelte das Telefon und mein Arzt meldete sich. Beim Durchsehen des Ultraschalls hätte er ein ungutes Gefühl und er wollte mich gerne ins Frauenspital zu einer weiteren Ultraschalluntersuchung überweisen. Ganz verdattert sagte ich zu und erklärte mich einverstanden nächste Woche aufgeboten zu werden. Kaum hatte ich den Telefonhörer hingelegt, rief ich meine Mutter an und erzählte ihr die ganze Geschichte. Meine Gedanken begannen zu kreisen. Wie hatte er das gemeint? Was war nicht in Ordnung? Kurzerhand wählte ich nochmals seine Nummer, um genaueres zu erfahren. Er erklärte mir: Es sei der Kopf der ihm Gedanken mache. Wegen der Lage des Babys hätte er diesen einfach nicht genau ausmessen können und er möchte nicht noch zwei Wochen warten bis zum nächsten Termin. Ich bat ihn, er möchte doch nochmals einen Ultraschall machen, um zu sehen ob sich die Lage verändert hätte. Es folgten lange zwei Stunden, in denen ich mein Kind beschwörte sich zu drehen und seinen Kopf zu zeigen. Dem war nicht so. Es blieb in unveränderter Lage im Becken. Der Arzt meldete mich für den nächsten Tag ins Frauenspital an.

Unbeschreiblich die Angst, die Ungewissheit. Was sollte ich Marcel am Telefon erzählen? Zuversichtlich und sachlich erklärte ich ihm, dass ich zum Ultraschall ins Frauenspital müsse und wir versuchten uns gegenseitig zu versichern, dass alles gut kommen würde. Aber ganz tief in mir wurde mir klar, etwas war nicht in Ordnung. Mein Arzt ist ein ruhiger Mensch und deshalb glaubte ich nicht an einen Fehlalarm. Wie ich den nächsten Morgen auf der Arbeit über die Runden brachte weiss ich nicht mehr genau. Ich versuchte mich zusammenzureissen, was mir leider immer viel zu gut gelingt. Der Mittag kam und ich fuhr zu meinen Eltern. Meine Mutter wollte mich nach Bern begleiten, wofür ich ihr bis heute dankbar bin. Eine halbe Stunde zu früh fanden wir uns im Frauenspital ein. Es regnete in Strömen. Ein schlechtes Zeichen? Da eine andere Patientin den Termin verpasst hatte, kam ich sofort an die Reihe. Das Warten hatte ein Ende! Ich bat meine Mutter mit mir ins Sprechzimmer zu kommen. Für sie nicht einfach, aber schliesslich musste ich auch hinein und wollte einfach nicht allein sein. Als sich der Arzt als Oberarzt vorstellte war für mich die Sache klar. Es war leider nicht einfach nur ein Hirngespinnst. Er brauchte nicht lange auf den Bildschirm zu schauen um die Diagnose zu stellen. Eigentlich eine Beruhigung. Ja, die Diagnose ... schwerstgradige Anomalie des Grosshirns – Anencephalie – wahrscheinlich durch einen Folsäuremangel. Keine Ueberlebenschance!!! Wahnsinn, der Fall war tief. Als ich ihm die Frage stellte, wie das Kind aus mir heraus kommt. Sagte er mir: " Das müssen Sie gebären." Für ihn die normalste Antwort der Welt, für mich die Hölle!!!

Dennoch war ich froh, keine Entscheidung fällen zu müssen, die Sache war klar, ich würde unser Kind verlieren oder besser gesagt ich musste es verlieren. Keine Chance! Als er mit meinem Arzt telefonierte hörte ich nur wie er sagte: " Psychisch sehr starke Persönlichkeit." Das ich nicht lache, alles nur gespielt, eine Schutzmauer aufgebaut. Zusammenreissen aus Prinzip. Keiner darf sehen wie schlecht es mir geht. Nächster Arzttermin Montag. Ich konnte es noch nicht richtig glauben und erlebte die folgenden Tage wie in Trance. Anschliessend fuhren wir zu meiner Schwester und hier konnte ich das erste Mal meiner Trauer freien Lauf lassen und weinen.

Marcel kam früher vom Militätdienst nach Hause und war am Abend glücklicherweise bei mir. Was wir taten? Wir weinten, redeten, versuchten uns gegenseitig zu trösten. Unser Traum zerplatzt wie eine Seifenblase, alle unsere Träume, Wünsche, Vorstellungen einfach weg, vorbei, alles aus und das nach 20 Wochen der Zuversicht und Hoffnung. Wie weiter? Wir wussten es nicht. Es folgte das längste Wochenende unseres Lebens. An Schlaf war nicht zu denken. Die Zeit erbarmungslos läuft einfach weiter, auch wenn wir uns sehnlichtst wünschen, dass sie stehen bleibt. Nur einen Augenblick um zu verstehen, zu begreifen.

Montag, 8.5.00: Wieder sassen mein Mann und ich im Wartezimmer, niedergeschlagen traurig und doch einander näher als je zuvor. Das Taschentuch in Griffnähe, obwohl ich genau wusste, dass ich nie vor einem Arzt weinen könnte. Eines muss ich sagen, wir wurden die ganze Zeit hindurch immer vorbildlich behandelt von allen Seiten. Im Sprechzimmer wurde uns noch einmal alles genau erklärt. Erstaunlicherweise glaubte mein Arzt nicht an einen Folsäuremangel, da meine Hb-Werte immer gut waren. Aber mein Chef, auch Arzt, sagt immer: " Wenn zwei Aerzte sich einig sind, ist einer davon keiner." Spielte keine Rolle, es änderte nichts an der Tatsache, dass unser Kind sterben musste.

Vielleicht wieder Ironie, dass unser Pünktli im Verlauf dieser schrecklichen Woche das erste Mal strampelte, wie ein Schmetterling im Bauch. Am liebsten hätte ich jedesmal laut geschrien: "Hör auf, es wird uns nichts mehr bringen!"

So brachte mich mein Mann am nächsten Tag ins Spital. Er konnte nur eine Stunde bei mir bleiben, da er wieder ins Militär musste. Vielleicht war es besser für ihn. Ich wollte diese Geburt allein durchstehen. Wahrscheinlich weil es auch für mich der grösste Horror war und ich unbeschreibliche Angst hatte. Das Wetter war wunderschön, ich sass lange Zeit im Spitalgarten und habe versucht meine Gedanken zu ordnen. Ich konnte und kann bis heute das alles nicht verstehen. Für so kurze Zeit durfte ich glücklich sein und nun war alles vorbei. Die Medikamente begannen zu wirken, die Wehen setzten ein, wofür? Schmerzmittel hätte ich so viele bekommen wie ich wollte, aber irgendwie hatte ich doch das Gefühl meinem Kind etwas schuldig zu sein und habe sie bis auf zwei Zäpfchen ertragen. Auch im Spital war die Betreuung hervorragend und die Hebammen kamen regelmässig zu mir. Meine Familie hat mich während der ganzen Zeit tatkräftig unterstützt, so dass ich nie das Gefühl hatte alleine zu sein. Auch unsere Kollegen waren immer für uns da. Wir bekamen viele Telefone und Zusprüche, was uns immer gut tat. Ein Kollege besuchte mich sogar im Spital. Ich werde dies nie vergessen, wie er im Türrahmen stand, mit Gummibärchen in der Hand und sagte: " Lisä, was machet dir für Gschichte?" Leider konnte ich bis heute auf diese Frage keine Antwort finden.

Später setzte sich nochmals die Hebamme an mein Bett. Es war bereits die zweite Schicht. Sie brachte mir ein Beruhigungsmittel für die Nacht, damit ich wenigsten schlafen konnte. Wir redeten lange miteinander. Auch für sie war es (zum Glück) nicht Alltag ein solch trauriges Schicksal mitzuertragen. Die Frage ob ich mein Kind ansehen würde verneinte ich. Wahrscheinlich wusste ich schon da, dass ich diese Kraft nicht haben würde. Das Personal wollte ein Foto von ihm machen, damit ich es später, wenn ich es für wichtig hielt, anschauen könnte. In der Nacht habe ich geschlafen bis die nächtste Hebamme mich für das Medikament weckte. Etwa um vier Uhr erwachte ich wegen starken Schmerzen, 40 Minuten später hielt ich es nicht mehr aus und war gezwungen zu läuten. Ich kam ins Untersuchungszimmer, der Arzt wurde gerufen. Mir kam es wie Stunden vor bis er endlich auftauchte. Um 05.30 Uhr am 10. Mai 00 war der ganze Spuk vorüber. Unsere Tochter wurde tod geboren. Wie gerne hätte ich sie in den Arm genommen, um sie zu begrüssen. Gesund, am 20. September wie vorgesehen. Doch ich hatte nicht einmal die Kraft sie anzusehen und auch das Foto habe ich mir nie angesehen. Ich behalte sie so in Erinnerung wie ich sie mir, vor ihrer Geburt vorgestellt hatte. Eine Seifenblase, schillernd schön, aber nicht für uns bestimmt. Noch am gleichen Vormittag wurde ich aus dem Spital entlassen.

Marcel wurde früher entlassen. Wir erlebten danach fünf ruhige, traurige Tage. Eine schwierige Zeit begann. Trauer und Wut wechselten sich ab . Viele Fragen, blieben bis heute unbeantwortet. Doch auch dieser Lebensabschnitt, brachte uns einander noch näher. Unsere Partnerschaft ist gewachsen. Viele Schwierigkeiten werden wir durch dieses Erlebnis besser meistern. Mein Mann ist für mich der wichtigste Mensch in meinem Leben und ich bin froh seine Unterstützung zu haben. Denn ohne sie hätte ich diese schrecklichen Tage danach nicht überstanden.

Am Montag lief das Leben wieder in seinen alten Bahnen. Die Arbeit rief und uns blieb wieder nichts anderes übrig als weiter zu gehen. Heute muss ich sagen, für mich war es viel zu früh. Vielleicht hätte ich alles besser verarbeiten können, wenn mir noch etwas mehr Zeit zum Abschiednehmen geblieben wäre. Zwar suchte ich noch eine Psychiaterin auf, aber ich erlaube mir einfach viel zu wenig Schwäche zu zeigen und so behielt ich auch bei ihr meine Maske an, erzählte alles sachlich gefasst. Trotzdem hat es mir geholfen meine Geschichte jemandem zu erzählen der in keiner Weise mit mir zu tun hatte. Sie gab mir viele Tips wie ich mit meiner Trauer besser fertig werden könnte. Vor allem sagte sie mir, dass ich das Recht hätte zu trauern. Genau dieser Punkt war wichtig für mich. Ich darf meine Maske hinlegen und traurig sein. Manchmal schwierig für mich ... anderen zu zeigen: " Es geht mir schlecht."

Die Geburt war nicht das Schlimmste. Nein, es sind die Stunden, Wochen, Monate der Leere danach. Der Kreis auf dem ich mich drehe und das Gefühl habe ich käme nicht weiter. Viele Leute versuchen uns zu helfen. Sie unterstützen uns wo sie nur können und dafür sind wir unendlich dankbar. Andere haben, besonders mich, massiv entäuscht. Eine Entäuschung die sie nie mehr aufholen werden. Der Schmerz der mir mit ihren Reaktionen zugefügt wurde, ist unbeschreiblich. Nie werde ich stark genug sein das zu vergessen. Für uns, ist dieses Kind, unsere Tochter. Sie war da, leider nur kurze Zeit, aber für mich war Sie real. Warum sie keinen Namen hat? Was sind Namen? Für mich lebt sie in jedem Sonnenstrahl, in jedem Regenbogen, in allem was ich wunderschön finde weiter. Immer, auch ohne Namen. Nadine, wir wussten ihn natürlich schon, aber Pünktli finde ich schöner und passender. Ein Wunder, das nicht wahr werden durfte und für uns doch eines war.

Heute?! Ja, es geht. Oder besser, es muss gehen. Immer weiter. Der Prozess der Trauer ist noch lange nicht überwunden. Mir geht es zeitweise sehr schlecht. Doch ich habe die Hoffnung auf weitere Sonnenstrahlen. Irgendwann, werden auch wir es schaffen eine Familie zu sein.

Ig ha üsi Gschicht no einisch ufgschribe für mi Maa, mini Familie, üsi Kollege u aui Lüt wo gueti Gedanke für üs hei gha. Viu Gspräch hei üs witer bracht. Nume wenegi hei sech vo üs wägdrähit u die sis nid wärt. Mir wei hie aune danke u mir wärde o das nie vergässe. O mir wärde für öich immer da si we dir üs bruchet.

Merci viu mau!